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Freitag, 28.10.2011 von James Specials Previews
Preview zu "Gunblade Saga"
Online-Rollenspiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, solche, die aus Russland kommen, ebenfalls zu genüge. Dennoch ist „Gunblade Saga“ einzigartig. Warum, das erfahrt Ihr in unserer Preview!
Story
Die Geschichte zu diesem MMORPG stammt vom chinesischen Comic „Chinese Hero: Tales of the Blood Sword“. Der Comic des chinesischen Zeichners Ma Rongcheng führt uns in eine fiktive Welt in den 30er-Jahren. China wird von hundsgemeinen Bösewichten, die mit eiserner Faust das Land regieren, unterdrückt. Auch die Familie von Huan, dem Hauptcharakter, bekommt dies zu spüren und wird eiskalt ausgelöscht. Huan übt Rache, muss dann aber nach Amerika fliehen, um nicht dasselbe Schicksal wie seine Familie erleiden zu müssen.
Dort angekommen nistet er sich in einem – gewöhnungsbedürftig anmutenden – Chinatown ein. Doch auch hier herrscht Krieg an allen Ecken und Enden, Huan kommt also sozusagen vom Regen in die Traufe. Wie actionreich es dort zugeht, zeigen erst einmal bewegte Bilder zum kostenlosen MMORPG „Gunblade Saga“:
Gameplay
Spieler nehmen freilich nicht die Rolle von Huan ein, sonst würden ja zigtausende Huans durch die Spielwelt laufen. Nein, jeder entscheidet sich für einen Charakter, der einem von drei Clans zugeordnet wird. Diese lauten: Der Clan des Schwarzen Drachen, der Clan der chinesischen Kampfkunst und der Höllentor-Clan. Je nachdem, für welchen Clan man sich entscheidet, entwickelt man sich zu einem Meister des Nahkampfs, des Fernkampfs oder der dunklen Magie.
Nach ein paar Einstellungen der äußerlichen Erscheinung geht es dann los und man startet im Innenhof des gewählten Clans. Genretypisch folgen die ersten Einführungsgespräche, sowie die ersten Tutorialquests. Sofort fällt neben dem überladenen Interface - nur anfangs verwirrend und störend, da sich die vielen Fenster entweder verschieben oder auch schließen lassen – auch die automatische Lauffunktion zum ausgewählten Quest auf. Nach getaner Arbeit, die aufgrund der automatischen Wegfindung auch während des Laufens durchgeführt werden kann, haben wir das erste Mal Zeit, uns das Chinatown der dreißiger Jahre etwas genauer anzusehen.
Dabei gibt es auf den ersten Blick nicht allzu viele Dinge zu sehen, die uns daran erinnern sollten, dass wir uns in Amerika befinden. Hier eine fahrende Straßenbahn, da zwei parkende Autos und auch Helikopter, die im Innenhof des Mafia-Clans, des Clans des schwarzen Drachen, stehen. Ansonsten ähnelt „Gunblade Saga“ schon sehr einem typischen Japano-Fantasy-MMORPG, mit seinen vielen Statuen, den Türmchen, den außergewöhnlichen Gegnertypen und vor allem dem riesigen Kristall, in der Mitte des Marktplatzes, von dem aus dicke Ketten wegführen.
Hat man den Marktplatz durch eines der blau leuchtenden Portale verlassen, gelangt man in die grünen Außenwelten, die mit einer extrem hohen Anzahl an Gegner auf den Spieler wartet. Und als wäre dies nicht genug für einen Spieler, der am Anfang seiner „Gunblade Saga“-Karriere steht, respawnen die Gegner schneller, als man sie umschneiden kann. So kämpft man teilweise gegen mehr als zehn Gegner gleichzeitig, und hat auch nie eine echte Chance die Bösewichte zu dezimieren. Doch da es sich hier um die Closed Beta handelt, hoffen wir stark, dass Mail.ru da noch an der Balance dreht.
Somewhere, out there ...
Was „Gunblade Saga“ wirklich vom Rest der Online-Rollenspiele abhebt, ist eindeutig die Suche nach dem Seelenpartner. Richtig gehört, wenn Sie das erste Mal das Spiel starten, wird Ihnen ein Seelenpartner zugewiesen, und zwar kein NPC, sondern ein richtiger Spieler aus Fleisch und Blut. Wie findet man nun aber seinen Seelenpartner in dieser riesigen Spielwelt? Ganz einfach durch Missionen, diese führen Euch nämlich dann ganz gezielt zu Eurer besseren Hälfte. Habt Ihr Euch dann gefunden, geht es unter dem Motto „Double the Trouble“ erst so richtig los. Denn bei gemeinsam absolvierten Quest hagelt es förmlich Erfahrungspunkte, bedeutend mehr als im Rambomodus. Bis zu fünf Freunde könnt Ihr sein, und mit jedem dieser Seelenpartner gibt es zusätzliche Erfahrungspunkte.
Der Nachteil dieser Partnerschaften wurde auch bereits erregt in der Community diskutiert, wobei jemand als Negativpunkt aufgezählt hat, dass er nicht mit irgendeinem „Nappsülzer“ zusammenspielen wolle. Es ist ganz klar ein Problem, dessen man sich bewusst sein sollte, dass man sich hier seine Seelenpartner nicht aussuchen kann. Für Spieler, die aber einfach auf der Suche nach neuen Mitstreitern sind, bietet dies die optimale Chance Kontakte zu knüpfen.
Als Sahnehäubchen oben drauf gibt es die Chance, bis Level 30 die Fertigkeiten immer wieder neu zu verteilen. Das ermöglicht ungeahnte Kombinationen, die es auszuprobieren gilt. Neben den PvE Kämpfen gibt es natürlich auch PvP-Schlachten, in denen sich die drei Fraktionen gegenüberstehen. Mit Hilfe der praktischen Teleportfunktion ist man dort auch sofort vor Ort und kann seine Kollegen unterstützen.
Grafik und Sound
Optisch gehört „Gunblade Saga“ zu den besseren Online-Rollenspielen. Es sieht zwar gut aus und wartet auch mit einem überzeugenden Leveldesigns und tollen Effekten und Grafiken auf, doch auf der anderen Seite sollte man sich manchen Objekten wie der Straßenbahn oder den Autos nicht mehr als 200 Meter nähern. Hier lieber ein Video zu den schönen Seiten von „Gunblade Saga“:
Musikalisch wird man von fernöstlich angehauchter Musik begleitet, die Quests und die Gespräche laufen alle über ein Textfenster ab, dafür gibt es im Kampf Gestöhne und Geschreie, wenn man sich durch die Gegner säbelt, schießt, oder zaubert.
Steuerung
Hier handelt es sich um eine genretypische Steuerung. Wer schon auch nur ein einziges Online-Rollenspiel etwas länger angetestet hat, wird keinerlei Überraschungen erleben. Der Gegner wird einfach angeklickt, um ihn mit den einzelnen Fähigkeiten per Nummerntaste anzugreifen.
Atmosphäre
Wie auch bei der Grafik ist die Atmosphäre ein zweischneidiges Schwert. Einerseits herrscht bislang null Leben auf dem Marktplatz, die NPCs stehen alle wie angewurzelt auf der Seite – hoffentlich kommt da noch mehr Dynamik. Auch die fünf Meter langen Straßenbahnschienen lassen den Schienenverkehr wenig glaubhaft wirken. Andererseits ist der Marktplatz schön kitschig gestaltet und auch die Level außerhalb des Marktes überzeugen durch ihren Japano-Zuckerguss.
Zusammenfassung
Obwohl es sich hier erst um die Closed Beta von „Gunblade Saga“ handelt, kann man sich schon gut vorstellen, dass es dieses Spiel weit bringen kann. Potenzial ist eindeutig vorhanden, es müssen lediglich die kleinen Fehler noch ausgebessert werden. Denn sind die erst einmal passé und die Gegner respawnen nicht alle fünf Sekunden wieder, dann kann man sich von der Welt von „Gunblade Saga“ entführen lassen und sich auf die Suche nach seinem Seelenverwandten machen.
Pros
- Comic als Storyvorlage
- Drei unterschiedliche Fraktionen
- Suche nach dem Seelenpartner
- Fähigkeiten neu verteilbar
- Automatische Questfunktion
Cons
- Fixe Zuteilung eines Spielers als Partner
- Gegner spawnen wie die Karnickel
- Grafik überzeugt noch nicht





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