Fazit
Ein tolles Spiel mit einer großen Auswahl an Champions.

Schlüpft in die Rolle eines Kriegers, dessen Bestimmung es ist, ...
Mittwoch, 04.05.2011 von Daniel Schott Spieletests Strategie
Nachdem die Closed-, sowie die Open-Betaphase nun vorbei sind und „League of Legends“ den normalen Betrieb aufgenommen hat, wollen wir das Spiel nochmals unter die Lupe nehmen und besonderes Augenmerk auf die Boxed-Version von „Leauge of Legends“ legen. Nach dem Preview, das in der Closed Betaphase entstand, folgt nun ein Review, in dem Ihr alles über das Spiel erfahren.
Wenn Ihr nun denkt, dass „League of Legends“ wieder nur ein neues MMO ist, von denen es schon unzählige in den unendlichen Weiten des Internets gibt, irrt Ihr sich. Das Spiel ist kein MMORPG wie „Runes of Magic“, „World of Warcraft“ oder ähnliches, sondern eine Multiplayer Online Battle Arena (kurz MOBA). Aus dem Namen lässt sich schon ableiten, dass es sich bei „League of Legends“ um ein typisches Player vs. Player Arena Game handelt. Das Spielprinzip erinnert zwar extrem an den „Warcraft 3“ Mod DotA, doch gibt es kleine aber feine Unterschiede.
Story?
In puncto Story muss ich Euch leider enttäuschen. Das Spiel hat keine wirkliche Story, sondern ist nur ein reines Player vs. Player Game ohne tieferen Hintergrund. Ihr kämpft Spiel für Spiel im Team gegen eine gewisse Anzahl von menschlichen oder Computer -gesteuertern Champions (Helden). Derzeit sind zwei verschiedene Multiplayermaps verfügbar wovon eine (Die Kluft der Beschwörer) tradioniell im 5 vs. 5 Spielermodus und die andere (Der gewundene Wald) im 3 vs. 3 Spielermodus abgehalten wird.
Spielprinzip
Das Spielprinzip ist sehr schnell und einfach erklärt. Es gibt zwei Teams, von dem jedes versucht das andere zu vernichten. Um dieses Unterfangen mit Erfolg zu krönen, muss das „Hauptquartier“ mitten in der gegnerischen Basis zerstört werden.
Damit es keine Vor- beziehungsweise Nachteile für die Teams gibt, sind die Karten symmetrisch aufgebaut. Somit besitzen beide Teams die gleichen Voraussetzungen. Es gibt je nach Karte eine unterschiedliche Anzahl von Wegen in die gegnerische Basis. Auf diesen laufen in gewissen Zeitabständen automatisch Computer-gesteuerte Monster, die im Spiel als Vassalen bezeichnet werden, in Richtung feindliches Lager . Damit wieder kein Team einen Vorteil hat, laufen diese in identischer Anzahl aus beiden Basen los und wie der Zufall so will, trefft euch genau auf der Mitte des Weges. Des weitern erschweren nicht nur gegnerische Champions sowie die Vassalen das Vorankommen auf der Karte, sondern auch die zu Beginn des Spiels unüberwindbare Geschütztürme.
Sind die Geschütztürme einmal aus dem Weg geräumt könnt Ihr euch um die gegnerischen Inhibitoren kümmern. Diese Gebäude stellen die Quelle der unendlich andauernden Vassalen Ströme dar. Ist ein solcher Inhibitor zerstört, ist dieser Strom unterbunden und das eigene Team hat einen nicht zu verachtenden Vorteil, da die Gegner nun neben den Champions auch noch zusätzliche Vassalen zu bekämpfen haben. Einer dieser Vassalen ist ein Super-Vassal der sich zusätzlich auf den Weg macht, wenn Ihr einen gegnerischen Inhibitor zerstört habt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass dieser Super-Vassal nicht zu unterschätzen ist! Aber Achtung! Die zerstörten Inhibitoren erholen sich nach einiger Zeit wieder und dann habt Ihr die lästigen Vassalen wieder am Hals.
Gameplay
Nachdem wir nun das Spielprinzip durchgenommen haben, widmen wir uns nun dem Spielverlauf. Ihr mit eurem Team in Ihrer Basis neben dem Item-Shop. Bei diesem Shop könnt Ihr Gegenstände kaufen die euren Champion während dieser Partie aufwerten. Diese Aufwertungen können die Geschwindigkeit, die Lebensregeration, Leben/Mana und vieles mehr positiv beeinflussen. Das Geld erhaltet Ihr wenn Ihr gegnerische Vassalen, Champions oder Geschütztürme aus dem Weg räumen. Auf diese Items solltet Ihr keinesfalls verzichten wenn Ihr nicht nur als Kanonenfutter enden wollt.
Ihr startet also in der Basis und kaufen sich mit Ihrem Startkapital ein paar Gegenstände. Danach begebt Ihr euch auf den Weg um zu Beginn ein paar Erfahrungspunkte zu sammeln. Diese erhaltet Ihr auch beim Zerstören von Vassalen, Champions und Geschütztürmen. Ihr startet mit Level 1 und Ihr Ziel ist es so schnell wie möglich Level 18 (Maximum) zu erreichen. Dann sind alle Ihre Fertigkeiten auf dem maximalen Level. Eine wichtige Zwischenstufe ist der Level 6. Mit Erreichen dieses Levels könnt Ihr das erste Mal Ihre ultimative Fertigkeit skillen.
Ihr besitzt alles in allem vier Champion-abhängige Fertigkeiten, wovon eine die Ultimative darstellt. Diese Fertigkeiten können beispielsweise mehr Schaden, passive Verbesserungen, Spezialangriffe, Bewegungsunfähigkeit der Gegner und vieles mehr auslösen. Wenn Ihr es geschafft habt das gegnerische Team in die eigene Basis zurückzudrängen und das Hauptquartier zerstört ist, hat Ihr Team das Spiel gewonnen und Ihr erhaltet Erfahrungspunkte für Ihr Beschwörerprofil. Das klingt jetzt kompliziert, ist aber ganz einfach. Ihr besitzt ein Beschwörerprofil, welches ein Maximallevel von Stufe 30 besitzt. Dabei erhaltet Ihr für jedes Level-Up einen Meisterschaftspunkt, welchen Ihr in allgemeine Fertigkeiten investieren könnt. Beispiele dafür wären schnellere Geschwindigkeit, mehr Schaden, mehr Mana/Leben und vieles mehr. Diese Verbesserungen werden dem Champion, welchen Ihr für ein Spiel auswählt, angerechnet. Somit sind diese Verbesserungen nicht Champion-abhängig wie die vier indiviuellen Skills, sondern Beschwörerprofil-abhängig. Lange Rede, kurzer Sinn – Wenn Ihr viele Spiele gewinnen erhaltet Ihr mehr Erfahrungspunkte für euer Beschwörerprofil und je höher euer Beschwörerlevel ist, desto stärker sind alle Champions die auswählbar sind.
Sollten beispielsweise ein Spieler den Champion „Amumu“ nehmen, ein Beschwörerlevel von Stufe 1 haben, und gegen denselben Champion antreten (Beschwörerstufe 30), macht dieser Beschwörerlevelunterschied einen enormen Vorteil aus. Es handelt sich dabei zwar nur um Verbesserungen wie zum Beispiel 4% schnellere Bewegung, 1% mehr kritische Treffer und so weiter, aber diese kleinen Unterschiede entscheiden in diesem Spiel sehr oft den Kampf!
Dabei wird gleich einer der Vorteile der Boxed-Version von „League of Legends“ aufgedeckt. Bei der dieser erhaltet Ihr nämlich für einen gewissen Zeitraum nach jedem Kampf, egal ob Sieg oder Niederlage, die doppelten Erfahrungspunkte für Ihr Beschwörerprofil!
Jetzt kommt es nur noch darauf an im Spiel keine Fehler zu machen und ein möglichst kompaktes Team zu haben. Solltet Ihr nämlich einen „Feeder“ (Fütterer) im Team haben, könnt Ihr zu 75% zusammenpacken und aufgeben. Die gegnerischen Spieler werden dann diesen Spieler gezielt attackieren, weil man für das Töten eines Champions mehr Erfahrung und Geld bekommt als für das Auslöschen von Vassalen. Dann heißt es nicht 4 gegen 5 sondern eher 4 gegen 6. Weil die gegnerischen Spieler schnell einen Levelvorsprung haben, der nur sehr schwer zu kompensieren ist. Aber es ist immer wieder eine tolle Herausforderung!
Neben dem Erfahrungsbonus beinhaltet die Boxed-Version auch noch einige Runen. Diese Runen verstärken Ihr Beschwörerprofil noch weiter. Wie auch die Beschwörerprofil-Skills bieten die Runen auch geringfügige Verbesserungen, wie mehr Schaden, mehr kritische Treffer, mehr Fähigkeitsstärke und vieles mehr! Diese Verbesserungen machen zwar auch wieder nur wenige Prozente aus, aber in der Summe kommt schon ganz schön was zusammen.
Grafik und Sound
Die Grafik ist für ein Onlinespiel bei dem soviele Spieler zugleich kämpfen eigentlich ganz gut! Die Champions wurden mit sehr viel Liebe zum Detail erstellt. Dadurch wirken auch alle abwechslungsreich. Dasselbe gilt für die verschiedenen Karten, von denen derzeit nur zwei verfügbar sind, aber in Zukunft sicher noch einige folgen werden. Auch die Fertigkeiten und Angriffsanimationen wirken voll und ganz gelungen.
Ähnliches gilt für den Sound. Hier wurde auch sehr viel Wert auf typische Arena-Atmosphäre gelegt. Ein „Kommentator“ hält Euch während dem Spiel über alle wichtigen Geschehnisse am Laufenden. Somit erfahrt Ihr auch akustisch, wenn ein Gegner oder eigener Kamerad besiegt wird, ein Geschützturm zerstört oder ein Inhibitor dem Erdboden gleich gemacht wurde. Auch die Champions geben Ihre Stimme zum Besten.
Alles in allem haben die Entwickler bei „League of Legends“ in puncto Sound und Grafik sehr viel richtig gemacht!
Fazit
Ein tolles Spiel mit einer großen Auswahl an Champions.
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Cooles... von Gast
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